Poetik der Zweiten Sprache: Die Lyrik der deutsch-amerikanischen Dichterin Lisel Mueller

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Beschreibung


Benno Schirrmeister

Poetik der Zweiten Sprache: Die Lyrik der deutsch-amerikanischen Dichterin Lisel Mueller (1924-2020). Mit drei Essays der Autorin

ISBN 978-3-86821-970-8, 376 S., kt., € 42,50 (2022)

(Inputs - Kritische Beiträge zum postkolonialen und transkulturellen Diskurs, Bd. 7)


Lisel Mueller, als Elisabeth Neumann am 8. Februar 1924 in Hamburg geboren, am 21. Februar 2020 in Chicago gestorben, ist die einzige in Deutschland sozialisierte amerikanische Dichterin, die für ihre Lyrik mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde. Ihr zwischen 1954 und 2000 entstandenes Werk besticht durch seine thematische Bandbreite und die Vielfalt politischer Subtexte. Diese erste literaturwissenschaftliche Monografie zu Mueller versucht, das literar- und zeithistorische Beziehungsgeflecht zu rekonstruieren, in dem sich dieses Oeuvre bewegt. Dabei wird gezeigt, wie Mueller ihre Exophonie als privilegierten Zugang zu Sprache überhaupt deutet, der ihr erst das Dichten ermöglicht und selbst zu dessen Gegenstand wird. Gemeinsamkeiten dieser Poetik der Zweiten Sprache mit dem durch Sprachwechsel geprägten Dichten anderer infolge des NS-Terrors geflüchteter Autor*innen wie Rose Ausländer, Monique Bosco, Arthur Gregor, Michael Hamburger, Lotte Kramer, Felix Pollak und ruth weiss werden untersucht. Im kontrastiven Vergleich analysiert diese Arbeit schließlich den spezifischen Ansatz von Muellers Märchendichtung, die sich partiell wie eine poetische Gegenrede zu Anne Sextons Grimm-Transformations (1971) lesen lässt. Muellers im Anhang wiedergegebene Essays "Two Strains: Some Thoughts About English Words", "Learning to Play By Ear" und "Return - a memoir" reflektieren ihr Verhältnis zur englischen und zur deutschen Sprache und die Bedeutung ihres Lebenslaufs fürs Schreiben.


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