Neu / New (01.03.2010)

 


Lothar Bluhm / Andreas Meier

Else-Lasker-Schüler-Jahrbuch zur Klassischen Moderne 4


Inhaltsverzeichnis
  • Birgit Lermen
    Auf der Suche nach einer neuen Sprache
    Else Lasker-Schülers Gedicht Weltflucht

  • Lothar Bluhm 
    "Ruth sucht überall"
    Else Lasker-Schülers mnemosynetisches Gedicht Boas

  • Michael Braun
    Dichten "wider dem Verbote"
    Else Lasker-Schülers Exilgedicht Mein blaues Klavier

  • Christoph Zeller 
    Lebenskunst
    Entgrenzungsphänomene avantgardistischer Ästhetiken
    im frühen 20. Jahrhundert

  • Robert Hodonyi
    Paul Scheerbart und Herwarth Waldens Zeitschrift Der Sturm
    Zum Dialog der Künste in der Berliner Moderne um 1900

  • Malte Hölzel 
    Die "Meeresstille der Seele" im Kern des Rausches
    Hofmannsthals Selbst-Reflexion im Chandos-Brief vor dem Hintergrund
    von Nietzsches Tod Gottes

  • Bertin Nyemb 
    Interkulturelle Aspekte in Thomas Manns Königliche Hoheit

  • Florian Krobb 
    Der Abschied vom endlosen Sommer
    Eduard von Keyserlings Fürstinnen als Kriegserzählung

  • Thomas Homscheid 
    Des Doktor Faustus elender Enkel
    Inversionen einer faustischen Tradition im Wissenschaftstopos
    des deutschen Expressionismus anhand von Gottfried Benns Rönnefigur

  • Christian Clement 
    "Die alte Welt muß stürzen"
    Berlin Alexanderplatz als moderne Apokalypse

  • Laura Wilfinger 
    "In keinem Augenblick hört die Beobachtung in mir auf"
    Die Lagerbücher von Armin T. Wegner: Notate aus Oranienburg,
    Börgermoor und Lichtenburg, August bis Dezember 1933


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ISBN 978-3-86821-215-0, 218 S., kt., € 24,50 (2010)



Philipp Horst

Language / Art 

Artistic Representation between Poetry, 
Concept and the Visual


This interdisciplinary study sets out to outline a significant change in the concept of mediality in the visual arts. The gradual development of the concept 'medium' is subdivided into three consecutive periods which roughly correspond to three art historical phases Modernism, Conceptual Art and New Media Art. The focus lies on the usage of two core media - language and the visual - and it becomes clear how both the concepts and their usage have changed. The examples are chosen on the basis of three parameters: intermedial constellations, meta-mediality and political message. The overall perspective is twofold: on the one hand, close readings of literary texts by William Carlos Williams, Susan Howe or Alan Sondheim will extract modes of the visual used by poets. On the other hand, analyses of pieces of visual art - among them examples from Cubism, Conceptual Art and Jenny Holzer - will demonstrate how these artists incorporate linguistic messages within their modes of artistic utterance. All artistic positions will be contextualised within their time and culture and their message will be scrutinised with regard to its political content. The approach is thus part of an interdisciplinary cultural studies reading of literature and the visual arts.


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ISBN 978-3-86821-134-4, 196 S., kt., € 23,50 (2009)



Janine Hauthal

Metadrama und Theatralität


Gattungs- und Medienreflexion in zeitgenössischen
englischen Theatertexten 

Wie auf dem Theater etablieren sich auch im zeitgenössischen Schreiben für die Bühne zunehmend Formen der Darstellung ohne realistische Handlung, Figuren oder Dialoge, die zur Erneuerung etablierter Ästhetiken in Drama und Theater beitragen. Im Rückgriff auf Theorien des Metadramas erfolgt in der vorliegenden Studie erstmals eine systematische Erfassung und funktionstheoretische Bestimmung des medien- und gattungsreflexiven Potenzials dieser Schreibweisen. Dabei erfordert die Entwicklung vom Drama zum postdramatischen Theatertext eine umfassende Neukonzeptualisierung des Metadramas am Schnittpunkt von Literatur- und Theaterwissenschaft. Dem theoretischen Entwurf liegt ein intermedialer Ansatz zugrunde, für den die Unterscheidung von auf das Drama als Form oder Fiktion bezogenen metadramatischen Schreibweisen und auf das Theater - die Aufführung, den Medienwechsel oder Konventionen der theatralen Darstellung - bezogenen metatheatralen Schreibweisen von zentraler Bedeutung ist. 

Die theoretischen Überlegungen zum Metadrama münden in ein differenziertes gattungs- und medienspezifisches Analyseraster sowie eine funktionstheoretische Skalierung. Dieses Instrumentarium wird in ausführlichen Analysen (post-)dramatischer Theatertexte von Peter Nichols, Michael Redhill, Martin Crimp, Sarah Kane und Alan Ayckbourn angewendet. Die Bandbreite der so aufgezeigten Metaisierungen reicht vom Aufbau einer Schreibillusion und von der Inszenierung einer Dramatikerfigur bis zu Metaisierungen im Nebentext und experimentellen Inszenierungen der Druckseite, die sich als anti-theatralische Verweigerungen der mise en scène erweisen und ein texttheatrales Funktionspotenzial entfalten.


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ISBN 978-3-86821-211-2, 380 S., kt., € 38,50 (2009)



Veronika Seifferth

Die deutsche Synchronisation amerikanischer Fernsehserien


Die Synchronisation amerikanischer Fernsehserien für den deutschen Markt wird in der vorliegenden Studie im Rahmen der Übersetzung audiovisueller Medien exemplarisch untersucht, um einerseits generelle Problemstellungen bei der Synchronisation, hier speziell mit Blick auf die Synchronisationsbranche in Deutschland, zu beleuchten, andererseits, um den Ansatz eines Qualitätsmanagements in diesem Bereich zu entwickeln und vorzustellen. 

In den Blick kommen insbesondere fachsprachliche Probleme bei der Synchronisation am Beispiel des medizinischen Bereichs, demonstriert an der Serie Emergency Room und ihrer deutschen Synchronisation. Ergänzt wird die Darstellung durch Exkurse zur deutschen und US-amerikanischen Medizinsprache sowie zur Organisation in den jeweiligen Gesundheitssystemen. Die Besonderheiten bei allgemeinsprachlichen satirischen Serien und ihrer Synchronisation werden am Beispiel der Serien Sex and the City und The Sopranos untersucht. 

Im Zentrum der Diskussion steht dabei, welchen Einfluss US-amerikanische Serien auf das deutsche Publikum ausüben, wie sich in diesem Zusammenhang Übersetzungsprobleme und -fehler auf das Fernsehpublikum auswirken und inwieweit davon der Erfolg einer US-amerikanischen Serie in Deutschland abhängt. Auf dieser Basis werden Möglichkeiten der Qualitätsverbesserung als neuer Beitrag zur Synchronisationsforschung aufgezeigt. Die drei gewählten Beispiele demonstrieren eindrucksvoll den Stellenwert einer gelungenen Synchronisation, aber gleichzeitig auch deren bemerkenswerten Einfluss auf die Zielsprache und -kultur. 

Dr. Veronika Seifferth studierte Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft an der Universität Mainz und am Institut für Übersetzen und Dolmetschen der Universität Heidelberg. Die Erfahrungen aus einem längeren Aufenthalt in den USA 1999 mit Ausübung beruflicher Tätigkeiten, darunter im New Yorker Versicherungs- und Finanzbereich sowie in einem Krankenhaus, sind in die vorliegende Arbeit eingeflossen.


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ISBN 978-3-86821-198-6, 180 S., kt., € 22,50 (2009)



Daniela Esser

Meta-Woolf  

Bio-Fiktionen und re-writes als zeitgenössische literarische Versionen
von Virginia Woolf und ihren Werken

Die vorliegende Arbeit untersucht die rezeptions-, produktions- und darstellungsästhetischen Besonderheiten von Werken, die Virginia Woolf und ihre Werke thematisieren. Re-writes, die auch Wiedererzählungen oder Folgetexte genannt werden, stützen sich bewusst auf die Handlung und Figurenkonstellation vorgängiger Werke. Biofiktionen setzen sich schöpferisch mit dem Leben einer historischen Persönlichkeit auseinander. Beide Genres sind der Metaliteratur zuzuordnen, da sie sich in verstärktem Maße intertextuell auf bereits vorhandene Texte stützen. Häufig sind sie subversiver oder revisionistischer Natur und offerieren damit eine Neuinterpretation kanonisierter Texte bzw. historischer Zusammenhänge. Re-writes beeinflussen die Rezeptionsgeschichte eines Werks, während Biofiktionen den Blick auf Leben und Wirkung einer Person modifizieren. 

Auch Virginia Woolf ist zum "Schreibmaterial" für diese Textsorten geworden, was einen Trend im Hinblick auf das Wiedererzählen modernistischer Literatur anzeigen könnte. Diesen Texten hat die anglistische Forschung bislang jedoch wenig Beachtung geschenkt. Zu den interessanten Mischformen der beiden Textsorten zählt u.a. Michael Cunninghams von Stephen Daldry verfilmter und mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneter Roman The Hours (1998). Cunningham porträtiert drei Frauen an einem besonderen Tag in ihrem Leben und würdigt auf kreative Weise Woolfs berühmten Roman Mrs. Dalloway

Virginia Woolf gilt als Inbegriff der sensitive (mad) woman of letters. Inzwischen gibt es im Zusammenhang mit Woolf eine Fülle von Material aus verschiedensten Medien und Genres: Romane, Theaterstücke, Kinofilme, Fernsehspiele, Popsongs und sogar einen mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Liedzyklus. Fotografien von Woolf dominieren ikonographisch jene Sphären, in denen ein intellektueller 'Look' intendiert wird. Diese Arbeit analysiert anhand einiger Versionen von Virginia Woolf und ihren Werken die narrativen Besonderheiten dieser metaliterarischen Phänomene.


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ISBN 978-3-86821-133-7, 412 S., kt., € 42,50 (2009)



Lothar Bluhm, Heinz Rölleke (Hg.)

Wirkendes Wort  

Deutsche Sprache und Literatur in Forschung und Lehre
(59. Jahrgang, Heft 3, 2009)




Inhalt

Heinz Rölleke

"Dunst und Nebel" - "Schaum und Dust". Zum Nebeneinander zweier Wortformen
in Goethes Faust

Stefan Hermes

Zivilisierte Barbaren. Figurationen kultureller Differenz
in Lenz' Der neue Menoza und Klingers Simsone Grisaldo

Jan Süselbeck

Reflexionslosigkeit als Erfolgsrezept. Zum soldatischen Identifikationspotential
in Erich Maria Remarques Bestseller Im Westen nichts Neues (1929)

Dirk von Boetticher

"Tiefere Zugeständnisse im Inneren". Zur Rezeption der Psychoanalyse bei Thomas Mann

Peter Goßens 

"Bildung der Nation". Zum Projekt einer 'Weltliteratur in deutscher Sprache'

Christian Dawidowski

Bildung und Deutschunterricht. Synopse historischer und systematischer Definitionen von Neuhumanismus
bis zur Gegenwart

Barbara Schubert-Felmy

Spielräume der Kritik für Lehrer und Schüler in der SBZ und DDR. 
Eine Untersuchung ausgewählter biografischer und fiktionaler Zeugnisse

Oliver Ruf

Creative Writing Studies und 'angewandter' Imperativ. Literarisches Schreiben lehren und lernen 
als Herausforderung einer praxeologischen Philologie

Csaba Földes

Black Box 'Interkulturalität'. Die unbekannte Bekannte (nicht nur) für Deutsch als Fremd-/Zweitsprache -
Rückblick, Kontexte und Ausblick


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ISSN 0935-879X, 192 S., kt., € 23,00 (2009)



Anja Ballis, Klaus Maiwald (Hg.)

Literatur im Unterricht  

Texte der Gegenwartsliteratur für die Schule
(10. Jahrgang, Heft 3, 2009)

Inhalt

Perspektiven

Rudolf Denk

  • Mythos Parzival. Didaktische Varianten im modernen Kinder- und Jugendtheater

Annemarie Niklas

  • Literarische Löcher. Ein Blick auf die Ränder der Literatur

Unterrichtsimpulse

Kaspar H. Spinner

  • Produktive Verfahren zu neuer Kurzprosa

Torsten Pflugmacher

  • "Aber auch ausprobieren will ich es". Ingo Schulzes dialogischer Wenderoman Adam und Evelyn

Literaturschau

Dieter Wrobel

  • Vergessene Texte der Moderne wiedergelesen.
    Rahel Sanzara: Das verlorene Kind 


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ISSN 1615-6447, 74 S., kt., € 13,00 (2009)



Herbert Grabes, Klaus Schwank (Hg.)

Das neuere amerikanische Drama  

Autoren - Entwicklungen - Interpretationen

Dieses Handbuch beinhaltet 21 Beiträge über das neuere amerikanische Drama der bedeutendsten Autorinnen und Autoren der letzten Jahrzehnte und vermittelt einen chronologisch geordneten, repräsentativen Überblick über die Entwicklung des Genres wie der Theaterlandschaft in den Vereinigten Staaten. 

Seit dem Ende der frühen Postmoderne, also etwa seit der Mitte der 1970er Jahre, konnte sich in den USA - und nicht nur dort - keine vorherrschende Dramenästhetik mehr etablieren. Zum einen gibt es einen neuen Realismus, zum anderen immer wieder Experimente mit alternativen Formen. Der Vielfalt des zeitgenössischen amerikanischen Dramas wird deshalb eine Herangehensweise, die jeweils die Besonderheiten der Darstellungsverfahren und Themen exemplarischer Werke und einzelner Autoren in den Fokus nimmt, am besten gerecht.

Pro Beitrag wird in diesem Handbuch dementsprechend sowohl ein Einblick in das dramatische Schaffen des betreffenden Autors ('Leben und Werk') geboten als auch mindestens ein zentrales Drama des bisherigen Oeuvres genauer analysiert und interpretiert. Auf diese Weise wird zugleich eine detaillierte und instruktive Bearbeitung des Untersuchungsbereichs geleistet, die die Leserinnen und Leser mit den Texten wie auch ihrer Entstehung und den besonderen Arbeitsweisen der Dramatiker, den speziellen gesellschaftlichen Verhältnissen und den politischen Hintergründen der Entstehungszeit vertraut macht. 

Insbesondere Studierende werden so bei der Lektüre ein tieferes Verständnis und erhellende Einsichten in diese Dramen und ihre Kontexte gewinnen.


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ISBN 978-3-86821-079-8, 300 S., kt., € 28,50 (2009)



Christoph Bode

Fremd-Erfahrungen  

Diskursive Konstruktion von Identität in der britischen Romantik
II: Identität auf Reisen

Wenn es eine literarische Gattung gibt, für die das Verhältnis von Subjekt und Objekt, von Ich und Nicht-Ich, von Eigenem und Fremdem konstitutiv ist, dann ist das Reiseliteratur: Reiseliteratur handelt davon, wie ein spezifisches Ich besondere Erfahrungen mit dem Fremden, ihm bislang Unbekannten gemacht und wie es sie verarbeitet hat. Reiseliteratur ist Verarbeitung von Erfahrungen (in) der Fremde, von Fremd-Erfahrungen. Sie zeigt Identität auf Reisen. Welche Weisen von Alteritäts-Verarbeitung lassen sich nun historisch konkret an Reiseliteratur der englischen Romantik beobachten - einer Epoche, in der sich zunehmend einfache Oppositionen und Dichotomien aufzulösen beginnen, um in eine neue Dynamik, aber auch in neue paradoxale Widersprüchlichkeiten überführt zu werden? Wie wird Identität und 'das Andere' jeweils diskursiv konstruiert? Was ist jeweils die Signatur, der Algorithmus diese Texte? In exemplarischen Lektüren paradigmatischer Texte von Lady Mary Wortley Montagu, Elizabeth Craven, Georg Forster, Arthur Young, Mungo Park, James Bruce, Mary Wollstonecraft und Lord Byron wird hier ein faszinierendes Panorama entfaltet, aus dem zugleich so etwas wie eine ausdifferenzierte Poetik des Reiseberichts dieser Epoche entsteht.


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ISBN 978-3-86821-190-0, 316 S., kt., € 30,00 (2009)



Immacolata Amodeo, Eva Erdmann (Eds.)

Crime and Nation  

Political and Cultural Mappings of Criminality
in New and Traditional Media

This volume presents a series of papers discussing the national and cultural dimensions of crime in diverse media within varied cultural and historical contexts. The configuration of local settings, crime scenes, murderers and investigators is analyzed in opera, theater, film and television from the 19th to the 21st century. With the collaboration of scholars from different national, cultural and disciplinary backgrounds, including the fields of literature, sociology, psychology, musicology, cultural, media and performance studies, this volume aims at delineating the connection between crime and nation as well as understanding its significance in the dynamics of cultural transformation. In view of the recent developments in crime fiction, it becomes evident that the concept of nation has to be critically revised.


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ISBN 978-3-86821-195-5, 166 S., kt., € 19,50 (2009)



Evelyne Keitel, Cecile Sandten, Gunter Süß (Eds.)

Industrialization - Industrial Heritage - De-Industrialization  

Literary and Visual Representations of Pittsburgh and Chemnitz

Pittsburgh, the American world capital of steel was, to all intents and purposes, "born out of fire": Iron and steel created this city. Chemnitz, the former "Manchester of Saxony," was dominated by the textile industry and engine construction. Both cities experienced a severe structural change and had to re-develop by the beginning of the 21st century. One of the central tasks confronting those seeking to invent 'narratives' for a new belonging in former industrialized centres such as Chemnitz and Pittsburgh is in the presence of the industrial heritage at all levels in the respective cityscapes. Paintings, movies, narrative texts and poems tend to foreclose alternative ways of thinking and seeing. 

This collection of essays, largely the fruit of a symposium organized under the auspices of English Literatures and American Studies at Chemnitz University of Technology and the Industrial Museum of Saxony in Chemnitz, explores how industrialization and de-industrialization have taken such a firm hold on artists and writers in Pittsburgh and Chemnitz and provides a predominantly cultural perspective on those phenomena. The book is ordered chronologically. The essays collected examine various manifestations and literary as well as cultural representations of industrialization and de-industrialization primarily in Pittsburgh and Chemnitz. The contributors, for the most part young scholars in the areas of history, literature and sociology, offer a panoply of viewpoints of Pittsburgh's and Chemnitz' interaction with industrialization, industrial heritage and de-industrialization. 

The Editors: Evelyne Keitel is Professor of American Studies at Chemnitz University of Technology. Her research interests include popular culture, TV series and detective fiction. She wrote, edited or co-edited eleven books and wrote numerous scholarly articles. Cecile Sandten is Professor of English Literatures at Chemnitz University of Technology. Her publications include essays on postcolonial theory and literature, children's literature and literature for young adults, as well as numerous essays on Black and Asian British literature, 16th and 17th century literature, Shakespeare and comparative perspectives as well as cultural issues. She is co-editor of two interdisciplinary studies. Gunter Süß is Assistant Professor of American Studies at Chemnitz University of Technology. He received his PhD in 2005 for a dissertation on the aural in contemporary popular culture. His research interests include cultural theory, film studies and popular culture.


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ISBN 978-3-86821-208-2, 206 S., kt., € 24,50 (2009)



Helga Arend

Mythischer Realismus - Botho Strauß' Werk 
von 1963 bis 1994  

Jäh und wie eine göttliche Offenbarung trifft die Kunst in Botho Strauß' Werk auf den Menschen, der sich für die ästhetische Darstellung empfänglich zeigt. Mit Betroffenheit reagieren sowohl Maria auf dem gotischen Altarbild Verkündigung, das von Simone Martini geschaffen wurde, als auch Almut in dem Roman Der junge Mann beim Anblick dieses Kunstwerks. Ästhetik verändert durch den Glanz der Wahrheit das gesamte Leben. 

Kunst avanciert bei Botho Strauß zu einem Erkenntnisorgan, das alle anderen Wissensmöglichkeiten in den Schatten stellt. Der Schriftsteller als Poeta vates hat die Aufgabe, die Tiefendimensionen wahrer Erkenntnis durch die begrenzten Möglichkeiten der handwerklichen Kunst hindurchleuchten zu lassen wie ein Strahlen. Der Künstler, der die alten Traditionen der Ästhetik und die Mythen der Menschheit aufgreift, um sie dann in vielen Schichten übereinanderzulegen und neu zu gestalten, kann einen Blick auf eine ganz andere Realität durchscheinen lassen. Dieses Verfahren wird in der vorliegenden Studie als mythischer Realismus definiert. 

Diese Kunsttheorie wird mit Strauß' politischem Denken in Korrelation gebracht, so dass der Wandel vom Trendsetter der linken Avantgarde zum konservativen Kulturkritiker erkennbar wird.


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ISBN 978-3-86821-192-4, 316 S., kt., € 32,50 (2009)


   

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