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Veronika
Seifferth
Die deutsche Synchronisation amerikanischer Fernsehserien
Die
Synchronisation amerikanischer Fernsehserien für den deutschen Markt
wird in der vorliegenden Studie im Rahmen der Übersetzung
audiovisueller Medien exemplarisch untersucht, um einerseits generelle
Problemstellungen bei der Synchronisation, hier speziell mit Blick auf
die Synchronisationsbranche in Deutschland, zu beleuchten, andererseits,
um den Ansatz eines Qualitätsmanagements in diesem Bereich zu
entwickeln und vorzustellen.
In
den Blick kommen insbesondere fachsprachliche Probleme bei der
Synchronisation am Beispiel des medizinischen Bereichs, demonstriert an
der Serie Emergency Room und ihrer deutschen Synchronisation.
Ergänzt wird die Darstellung durch Exkurse zur deutschen und
US-amerikanischen Medizinsprache sowie zur Organisation in den
jeweiligen Gesundheitssystemen. Die Besonderheiten bei
allgemeinsprachlichen satirischen Serien und ihrer Synchronisation
werden am Beispiel der Serien Sex and the City und The
Sopranos untersucht.
Im
Zentrum der Diskussion steht dabei, welchen Einfluss US-amerikanische
Serien auf das deutsche Publikum ausüben, wie sich in diesem
Zusammenhang Übersetzungsprobleme und -fehler auf das Fernsehpublikum
auswirken und inwieweit davon der Erfolg einer US-amerikanischen Serie
in Deutschland abhängt. Auf dieser Basis werden Möglichkeiten der
Qualitätsverbesserung als neuer Beitrag zur Synchronisationsforschung
aufgezeigt. Die drei gewählten Beispiele demonstrieren eindrucksvoll
den Stellenwert einer gelungenen Synchronisation, aber gleichzeitig auch
deren bemerkenswerten Einfluss auf die Zielsprache und -kultur.
Dr.
Veronika Seifferth studierte Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft
an der Universität Mainz und am Institut für Übersetzen und
Dolmetschen der Universität Heidelberg. Die Erfahrungen aus einem
längeren Aufenthalt in den USA 1999 mit Ausübung beruflicher
Tätigkeiten, darunter im New Yorker Versicherungs- und Finanzbereich
sowie in einem Krankenhaus, sind in die vorliegende Arbeit eingeflossen.
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ISBN 978-3-86821-198-6, 180 S., kt., € 22,50 (2009)
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Daniela
Esser
Meta-Woolf
Bio-Fiktionen und re-writes
als zeitgenössische literarische Versionen
von Virginia Woolf und ihren Werken
Die
vorliegende Arbeit untersucht die rezeptions-, produktions- und
darstellungsästhetischen Besonderheiten von Werken, die Virginia Woolf
und ihre Werke thematisieren. Re-writes, die auch
Wiedererzählungen oder Folgetexte genannt werden, stützen sich bewusst
auf die Handlung und Figurenkonstellation vorgängiger Werke.
Biofiktionen setzen sich schöpferisch mit dem Leben einer historischen
Persönlichkeit auseinander. Beide Genres sind der Metaliteratur
zuzuordnen, da sie sich in verstärktem Maße intertextuell auf bereits
vorhandene Texte stützen. Häufig sind sie subversiver oder
revisionistischer Natur und offerieren damit eine Neuinterpretation
kanonisierter Texte bzw. historischer Zusammenhänge. Re-writes
beeinflussen die Rezeptionsgeschichte eines Werks, während Biofiktionen
den Blick auf Leben und Wirkung einer Person modifizieren.
Auch
Virginia Woolf ist zum "Schreibmaterial" für diese Textsorten
geworden, was einen Trend im Hinblick auf das Wiedererzählen
modernistischer Literatur anzeigen könnte. Diesen Texten hat die
anglistische Forschung bislang jedoch wenig Beachtung geschenkt. Zu den
interessanten Mischformen der beiden Textsorten zählt u.a. Michael
Cunninghams von Stephen Daldry verfilmter und mit dem Pulitzerpreis
ausgezeichneter Roman The Hours (1998). Cunningham porträtiert
drei Frauen an einem besonderen Tag in ihrem Leben und würdigt auf
kreative Weise Woolfs berühmten Roman Mrs. Dalloway.
Virginia
Woolf gilt als Inbegriff der sensitive (mad) woman of letters.
Inzwischen gibt es im Zusammenhang mit Woolf eine Fülle von Material
aus verschiedensten Medien und Genres: Romane, Theaterstücke,
Kinofilme, Fernsehspiele, Popsongs und sogar einen mit dem Pulitzerpreis
ausgezeichneten Liedzyklus. Fotografien von Woolf dominieren
ikonographisch jene Sphären, in denen ein intellektueller 'Look'
intendiert wird. Diese Arbeit analysiert anhand einiger Versionen von
Virginia Woolf und ihren Werken die narrativen Besonderheiten dieser
metaliterarischen Phänomene.
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ISBN 978-3-86821-133-7, 412 S., kt., € 42,50 (2009)
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Lothar
Bluhm, Heinz Rölleke (Hg.)
Wirkendes Wort
Deutsche Sprache und Literatur in
Forschung und Lehre
(59. Jahrgang, Heft 3, 2009)
Inhalt
Heinz
Rölleke
"Dunst
und Nebel" - "Schaum und Dust". Zum Nebeneinander zweier
Wortformen
in Goethes Faust
Stefan
Hermes
Zivilisierte
Barbaren. Figurationen kultureller Differenz
in Lenz' Der neue Menoza und Klingers Simsone Grisaldo
Jan
Süselbeck
Reflexionslosigkeit
als Erfolgsrezept. Zum soldatischen Identifikationspotential
in Erich Maria Remarques Bestseller Im Westen nichts Neues (1929)
Dirk
von Boetticher
"Tiefere
Zugeständnisse im Inneren". Zur Rezeption der Psychoanalyse bei Thomas
Mann
Peter Goßens
"Bildung
der Nation". Zum Projekt einer 'Weltliteratur in deutscher Sprache'
Christian
Dawidowski
Bildung
und Deutschunterricht. Synopse historischer und systematischer Definitionen
von Neuhumanismus
bis zur Gegenwart
Barbara
Schubert-Felmy
Spielräume
der Kritik für Lehrer und Schüler in der SBZ und DDR.
Eine Untersuchung ausgewählter biografischer und fiktionaler Zeugnisse
Oliver
Ruf
Creative
Writing Studies und 'angewandter' Imperativ. Literarisches Schreiben
lehren und lernen
als Herausforderung einer praxeologischen Philologie
Csaba
Földes
Black
Box 'Interkulturalität'. Die unbekannte Bekannte (nicht nur) für Deutsch als
Fremd-/Zweitsprache -
Rückblick, Kontexte und Ausblick
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ISSN 0935-879X, 192 S., kt., € 23,00 (2009)
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Anja
Ballis, Klaus Maiwald (Hg.)
Literatur im Unterricht
Texte der Gegenwartsliteratur für
die Schule
(10. Jahrgang, Heft 3, 2009)
Inhalt
Perspektiven
Rudolf Denk
Annemarie Niklas
Unterrichtsimpulse
Kaspar H. Spinner
Torsten Pflugmacher
Literaturschau
Dieter Wrobel
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ISSN 1615-6447, 74 S., kt., € 13,00 (2009)
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Herbert
Grabes, Klaus Schwank (Hg.)
Das neuere amerikanische Drama
Autoren - Entwicklungen -
Interpretationen
Dieses
Handbuch beinhaltet 21 Beiträge über das neuere amerikanische Drama
der bedeutendsten Autorinnen und Autoren der letzten Jahrzehnte und
vermittelt einen chronologisch geordneten, repräsentativen Überblick
über die Entwicklung des Genres wie der Theaterlandschaft in den
Vereinigten Staaten.
Seit
dem Ende der frühen Postmoderne, also etwa seit der Mitte der 1970er
Jahre, konnte sich in den USA - und nicht nur dort - keine
vorherrschende Dramenästhetik mehr etablieren. Zum einen gibt es einen
neuen Realismus, zum anderen immer wieder Experimente mit alternativen
Formen. Der Vielfalt des zeitgenössischen amerikanischen Dramas wird
deshalb eine Herangehensweise, die jeweils die Besonderheiten der
Darstellungsverfahren und Themen exemplarischer Werke und einzelner
Autoren in den Fokus nimmt, am besten gerecht.
Pro
Beitrag wird in diesem Handbuch dementsprechend sowohl ein Einblick in
das dramatische Schaffen des betreffenden Autors ('Leben und Werk')
geboten als auch mindestens ein zentrales Drama des bisherigen Oeuvres
genauer analysiert und interpretiert. Auf diese Weise wird zugleich eine
detaillierte und instruktive Bearbeitung des Untersuchungsbereichs
geleistet, die die Leserinnen und Leser mit den Texten wie auch ihrer
Entstehung und den besonderen Arbeitsweisen der Dramatiker, den
speziellen gesellschaftlichen Verhältnissen und den politischen
Hintergründen der Entstehungszeit vertraut macht.
Insbesondere
Studierende werden so bei der Lektüre ein tieferes Verständnis und
erhellende Einsichten in diese Dramen und ihre Kontexte gewinnen.
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ISBN 978-3-86821-079-8, 300 S., kt., € 28,50 (2009)
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Christoph
Bode
Fremd-Erfahrungen
Diskursive Konstruktion von
Identität in der britischen Romantik
II: Identität auf Reisen
Wenn
es eine literarische Gattung gibt, für die das Verhältnis von Subjekt
und Objekt, von Ich und Nicht-Ich, von Eigenem und Fremdem konstitutiv
ist, dann ist das Reiseliteratur: Reiseliteratur handelt davon,
wie ein spezifisches Ich besondere Erfahrungen mit dem Fremden, ihm
bislang Unbekannten gemacht und wie es sie verarbeitet hat.
Reiseliteratur ist Verarbeitung von Erfahrungen (in) der Fremde, von
Fremd-Erfahrungen. Sie zeigt Identität auf Reisen. Welche Weisen von
Alteritäts-Verarbeitung lassen sich nun historisch konkret an
Reiseliteratur der englischen Romantik beobachten - einer Epoche, in der
sich zunehmend einfache Oppositionen und Dichotomien aufzulösen
beginnen, um in eine neue Dynamik, aber auch in neue paradoxale Widersprüchlichkeiten
überführt zu werden? Wie wird Identität und 'das Andere' jeweils
diskursiv konstruiert? Was ist jeweils die Signatur, der Algorithmus
diese Texte? In exemplarischen Lektüren paradigmatischer Texte von Lady
Mary Wortley Montagu, Elizabeth Craven, Georg Forster, Arthur Young,
Mungo Park, James Bruce, Mary Wollstonecraft und Lord Byron wird hier
ein faszinierendes Panorama entfaltet, aus dem zugleich so etwas wie
eine ausdifferenzierte Poetik des Reiseberichts dieser Epoche entsteht.
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ISBN 978-3-86821-190-0, 316 S., kt., € 30,00 (2009)
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Immacolata
Amodeo, Eva Erdmann (Eds.)
Crime and Nation
Political and Cultural Mappings of
Criminality
in New and Traditional Media
This volume presents a series of papers discussing the national and cultural dimensions of crime in diverse media within varied cultural and historical contexts. The configuration of local settings, crime scenes, murderers and investigators is analyzed in opera, theater, film and television from the 19th to the 21st century. With the collaboration of scholars from different national, cultural and disciplinary backgrounds, including the fields of literature, sociology, psychology, musicology, cultural, media and performance studies, this volume aims at delineating the connection between crime and nation as well as understanding its significance in the dynamics of cultural transformation. In view of the recent developments in crime fiction, it becomes evident that the concept of nation has to be critically
revised.
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ISBN 978-3-86821-195-5, 166 S., kt., € 19,50 (2009)
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Evelyne
Keitel, Cecile Sandten, Gunter Süß (Eds.)
Industrialization - Industrial Heritage - De-Industrialization
Literary and Visual Representations
of Pittsburgh and Chemnitz
Pittsburgh, the American world capital of steel was, to all intents and purposes, "born out of fire": Iron and steel created this city. Chemnitz, the former "Manchester of Saxony," was dominated by the textile industry and engine construction. Both cities experienced a severe structural change and had to re-develop by the beginning of the 21st century. One of the central tasks confronting those seeking to invent 'narratives' for a new belonging in former industrialized centres such as Chemnitz and Pittsburgh is in the presence of the industrial heritage at all levels in the respective cityscapes. Paintings, movies, narrative texts and poems tend to foreclose alternative ways of thinking and seeing.
This collection of essays, largely the fruit of a symposium organized under the auspices of English Literatures and American Studies at Chemnitz University of Technology and the Industrial Museum of Saxony in Chemnitz, explores how industrialization and de-industrialization have taken such a firm hold on artists and writers in Pittsburgh and Chemnitz and provides a predominantly cultural perspective on those phenomena. The book is ordered chronologically. The essays collected examine various manifestations and literary as well as cultural representations of industrialization and de-industrialization primarily in Pittsburgh and Chemnitz. The contributors, for the most part young scholars in the areas of history, literature and sociology, offer a panoply of viewpoints of Pittsburgh's and Chemnitz' interaction with industrialization, industrial heritage and de-industrialization.
The Editors: Evelyne Keitel is Professor of American Studies at Chemnitz University of Technology. Her research interests include popular culture, TV series and detective fiction. She wrote, edited or co-edited eleven books and wrote numerous scholarly articles. Cecile Sandten is Professor of English Literatures at Chemnitz University of Technology. Her publications include essays on postcolonial theory and literature, children's literature and literature for young adults, as well as numerous essays on Black and Asian British literature, 16th and 17th century literature, Shakespeare and comparative perspectives as well as cultural issues. She is co-editor of two interdisciplinary studies. Gunter Süß is Assistant Professor of American Studies at Chemnitz University of Technology. He received his PhD in 2005 for a dissertation on the aural in contemporary popular culture. His research interests include cultural theory, film studies and popular
culture.
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ISBN 978-3-86821-208-2, 206 S., kt., € 24,50 (2009)
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Helga
Arend
Mythischer Realismus - Botho Strauß' Werk
von 1963 bis 1994
Jäh und wie eine göttliche Offenbarung trifft die Kunst in Botho Strauß' Werk auf den Menschen, der sich für die ästhetische Darstellung empfänglich zeigt. Mit Betroffenheit reagieren sowohl Maria auf dem gotischen Altarbild Verkündigung, das von Simone Martini geschaffen wurde, als auch Almut in dem Roman Der junge Mann beim Anblick dieses Kunstwerks. Ästhetik verändert durch den Glanz der Wahrheit das gesamte Leben.
Kunst avanciert bei Botho Strauß zu einem Erkenntnisorgan, das alle anderen Wissensmöglichkeiten in den Schatten stellt. Der Schriftsteller als Poeta vates hat die Aufgabe, die Tiefendimensionen wahrer Erkenntnis durch die begrenzten Möglichkeiten der handwerklichen Kunst hindurchleuchten zu lassen wie ein Strahlen. Der Künstler, der die alten Traditionen der Ästhetik und die Mythen der Menschheit aufgreift, um sie dann in vielen Schichten übereinanderzulegen und neu zu gestalten, kann einen Blick auf eine ganz andere Realität durchscheinen lassen. Dieses Verfahren wird in der vorliegenden Studie als mythischer Realismus definiert.
Diese Kunsttheorie wird mit Strauß' politischem Denken in Korrelation gebracht, so dass der Wandel vom Trendsetter der linken Avantgarde zum konservativen Kulturkritiker erkennbar wird.
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ISBN 978-3-86821-192-4, 316 S., kt., € 32,50 (2009)
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Annika
Requardt
Im Visier der Kamera
Der Krieg im amerikanischen
Stummfilm, 1898-1930
Filmbilder prägen und deuten unser Verständnis und unsere Vorstellungen des Krieges. Filme vermitteln, verbreiten und bewahren bestimmte Kriegsbilder und die darin zum Ausdruck gebrachten nationalen Denkbilder. Die vorliegende Studie geht der Frage nach, welche Deutungen von Krieg, Nation und Identität in den frühen US-Kriegsfilmen transportiert und verhandelt werden. Sie untersucht den Prozess der (Bilder-)Verarbeitung und zeigt vorherrschende Verfahren der Visualisierung und Narrativierung des Krieges am Beispiel der Filme zum Spanisch-Amerikanischen Krieg, zum Amerikanischen Bürgerkrieg und zum Ersten Weltkrieg auf. Dabei werden die Kriegsbilder, die in Vaudevilleshows, Nickelodeons und Kinopalästen auf den Leinwänden zu sehen waren, in ihrer sinn- und identitätsstiftenden Funktion analysiert. Das Spektrum der untersuchten Filme reicht von den ersten bewegten Kriegsbildern mit einer Länge von nur 60 Sekunden über D.W. Griffiths frühe Bürgerkriegsfilme wie The Battle (1911) und seinem Epos The Birth of a Nation (1915) bis hin zu Lewis Milestones Klassiker All Quiet on the Western Front (1930). Die Autorin arbeitet heraus, wie der Kriegsfilm die Vielfalt der möglichen Darstellungen des Krieges auf wenige, stark verdichtete Bildmuster reduziert und damit den Rahmen schafft, der die Erinnerung des Krieges in der amerikanischen Gesellschaft formt.
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ISBN 978-3-86821-207-5, 296 S., kt., € 31,50 (2009)
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Katja
Bendels
White Africans?
Negotiating Identity in White South
African Writing
With the demise of apartheid in the early 1990s, South Africa found itself at a turning point in history, which called for a fundamental re-negotiation of the identities and self-concepts of all its citizens. Especially the country's white inhabitants feel at a particular loss to situate themselves in these new and thoroughly changed circumstances. The study at hand argues that in a situation like this, in the process of liberating oneself from the burden of the past and of appraising one's identity and position within society, literature can play a pivotal role. With the help of eight narrative texts it analyses the current discourse among white South Africans about their present situation, their self-concepts and anticipations of the future as it has been represented in white South African writing of the last fifteen
years.
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ISBN 978-3-86821-174-0, 180 S., kt., € 20,00 (2009)
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Gisela
Parak
The American Social Landscape
Dokumentarfotografie im Wandel des
20. Jahrhunderts
Seit
den 1960er Jahren wird die soziale Landschaft mit der Theorie Henri Lefèbvres
als von menschlichen Interaktionen gebildet verstanden. Parallel hierzu
entwickelte sich in den USA eine künstlerische Fotografie, die die
amerikanische Gesellschaft zum Thema erhob. Wie visualisierten die
dokumentarischen Ansätze Gesellschaft, Umbrüche und soziale
Konstitutionsprozesse? Mit welchen fotografischen Mitteln wurde
gesellschaftliche Wirklichkeit 'abgebildet' und 'konstruiert'?
Das
vorliegende Buch schreibt eine Geschichte der amerikanischen
Dokumentarfotografie von den Anfängen der sozialen Reportagefotografie mit
den Pionieren Jacob A. Riis und Lewis Hine über die dokumentarische Bewegung
der 1930er Jahre und ihre beiden bekanntesten Vertreter Dorothea Lange und
Walker Evans bis in die Jetzt-Zeit. Kurator John Szarkowski stellte mit der
1967 am Museum of Modern Art New York präsentierten Ausstellung "New
Documents" die Fotografen Diane Arbus, Lee Friedlander und Garry
Winogrand vor und proklamierte eine Neuverortung des Dokumentarischen. Für
den Zeitraum der 1990er Jahre wird mit Alan Sekula, Joel Sternfeld und David
Goldblatt der Blick für eine ganz andere Konzeption des Dokumentarischen
geöffnet. Der von diesen Fotografen entworfene Bild/Text reflektiert soziale
Wirklichkeit im Zeitalter der digitalen Bildgenerierung mit den analogen
Mitteln der Reihung und inhaltlichen Gegenüberstellung.
Der
Band analysiert die Zusammenstellungen exemplarischer Bildreihen und zeichnet
eine Linie der Adaption und Transformation dokumentarischer Konzeptionen wie
Themen des 20. Jahrhunderts. Aufgezeigt wird der Wandel vom Glauben an die
bildliche Evidenz bis hin zu den dekonstruktiven Herangehensweisen der
Gegenwart.
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ISBN 978-3-86821-123-8, 212 S., kt., € 25,50 (2009)
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Eva-Christina
Glaser
"Why don't you read the way I write?"
Zur Analogie des Ut Pictura Poesis
bei Gertrude Stein
oder Wie bildende Kunst Literatur verstehen hilft
Gertrude
Stein hat keine Leser. Trotz zahlreicher Neuauflagen in jüngster Zeit
stellt die Lektüre der schwierigen Texte der für die Literatur des 20.
Jahrhunderts so wichtigen Autorin eine ungeheure Herausforderung dar,
vor der die meisten noch immer zurückschrecken. Die vorliegende Arbeit
möchte die Texte Gertrude Steins dem interessierten Leser zugänglicher
machen, und zwar mit Hilfe der bildenden Kunst. Umfangreicher, als es in
der bisherigen Forschung geschehen ist, werden Analogien zwischen den
Texten der begeisterten Kunstsammlerin und Mäzenin, bei der große
Meister wie Pablo Picasso, Georges Braque und Juan Gris ein- und
ausgingen, und bedeutenden Werken der Bild-Kunst dargestellt. Dabei
spielt nicht mehr nur der Kubismus eine Rolle. Neben modernen
Kunstbewegungen wie dem Futurismus, dem Fauvismus, dem Dadaismus, dem
Surrealismus und dem Neoplastizismus werden auch spätere und zum Teil
postmoderne Strömungen wie der Abstrakte Expressionismus, die Pop Art
und die Op Art zum direkten Text-Bild-Vergleich herangezogen. Was dabei
anschaulich zutage tritt, ist die besondere Bedeutung, die Gertrude
Stein dem Bildmedium und dem Sehen an sich zugemessen hat. Während sie
im Zuge der Produktion ihrer Texte versuchte, ihr Medium, also den natürlicherweise
sukzessiven Text, der Gleichzeitigkeit des Bildes anzunähern, wird darüber
hinaus gezeigt, wie das Wissen über die Parallelen zwischen Text und
Bild die Rezeption der stark experimentellen Steinschen Werke zu
erleichtern vermag.
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ISBN 978-3-86821-197-9, 346 S., kt., € 38,50 (2009)
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Andrea
Stiebritz
Figuren und Figurenwelten
Eine Untersuchung zum Erzählwerk
von Jane Austen und Charles Dickens
Literarische
Figuren sind weder isolierte, bloße "flache" oder
"runde" Elemente eines literarischen Textes noch reine
Funktionen der Handlung. Sie sind heterogene Gestalten einer fiktionalen
Wirklichkeit, die aufs Engste mit Plot und Setting verbunden sind und
deren Darstellung wesentlichen Einfluss auf die Illusionsbildung und
Sinngebung eines Textes im Rezeptionsprozess hat.
Die
vorliegende Arbeit unternimmt den Versuch, die traditionelle
literaturwissenschaftliche Beschäftigung mit der literarischen Figur
durch eine interdisziplinäre Methodik zu erweitern. Hierfür wird neben
der narratologischen und textimmanenten Untersuchung von Figuren die
ursprünglich philosophische Theorie möglicher Welten (possible
worlds theory) für die Analyse von sogenannten
"Figurenwelten" hinzugezogen. Am Beispiel dieser
"Figurenwelten" zeigt sich, dass jede Figur eine individuelle
Version der fiktionalen Wirklichkeit und ihrer Mitmenschen bildet. Diese
Wirklichkeitsversionen werden beeinflusst durch verschiedene
innerfiktionale Elemente.
Dabei
liegt stets eine wechselseitige Beziehung zwischen dem Erlebten und den
subjektiven Einstellungen, Wünschen, Gefühlen, moralischen Werten und
Wissensständen einer Figur vor, was einerseits wiklichkeitsbildend und
andererseits individuierend wirkt. Die Gesamtheit der vielfältigen
Gefühls-, Vorstellungs- und Bedürfniswelten sowohl von Haupt- als auch
von Nebenfiguren ermöglicht es dem Leser, Rückschlüsse auf ihren
Charakter und ihr Wesen zu ziehen.
Gegenstand
der Untersuchung sind Figuren aus dem Erzählwerk von Jane Austen
(1775-1817) und Charles Dickens (1812-1870). Zum breiten Textkorpus
zählt Jane Austens gesamtes Romanwerk: Sense and Sensibility, Pride
and Prejudice, Mansfield Park und Emma sowie die
posthum veröffentlichten Romane Persuasion und Northanger
Abbey. Zu den untersuchten Erzähltexten von Charles Dickens
gehören Romane verschiedener Schaffensperioden wie The Posthumous
Papers of the Pickwick Club, Oliver Twist, David
Copperfield, Bleak House, Hard Times, Little Dorrit
sowie Great Expectations.
Bestellformular
ISBN 978-3-86821-182-5, 272 S., kt., € 27,50 (2009)
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Matthias
Bauer, Angelika Zirker (Eds.)
Drama and Cultural Change
Turning Around Shakespeare
This
collection of essays is concerned with the various ways in which drama
responds and contributes to cultural change. Most of the twelve case
studies take into account that, in the English-speaking world,
Shakespeare has formed the pivot of the relationship between drama and
culture for several centuries. Apart from the fact that his works are
concerned with processes of transformation or have been used to make
such processes visible, they prevent us from adopting schematic ideas of
a clearly definable "culture" undergoing equally definable
"changes." Turning around Shakespeare thus means avoiding
undue generalizations and simplifications. The subjects discussed range
from adaptations of Shakespeare's works, such as Granville's The Jew
of Venice, 18th and 19th-century paintings of Caliban, and the 2003
BBC transposition of King Lear into a postcolonial Indian context,
all the way to revisions of cultural concepts. These may include notions
such as the commonwealth, primogeniture, models of reality, theocentrism
and human autonomy, obedience, and changing gender relationships. Other
essays reflect on the use of metaphors which can be read as commentaries
on changing cultural attitudes, and on the representation of desire in a
changing cultural context, as well as the elements of contingency and
continuity contributing to the construction of 'Shakespeare.'
Accordingly, the volume presents both detailed analyses and broader
characterizations that evolve around Shakespeare and make us reconsider
the cultural assumptions on which his plays and those of subsequent
periods appear to be based. Most of the contributions originate in a
symposium occasioned by the retirement of Professor Eckard Auberlen,
whose teaching and research at the University of Tübingen has for
several decades been inspiring to colleagues and students alike.
Bestellformular
ISBN 978-3-86821-194-8, 230 S., kt., € 23,50 (2009)
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