Barbara Nowakowski:
Zu Sprache und Sprachideologie bei Vertretern der okzitanischen Renaissance in der Provence
Ergebnisse einer Befragung


Warum gibt es so zahlreiche Versuche, das Okzitanische wieder zu einer in allen Kommunikationsbereichen funktionstüchtigen Sprache zu reaktivieren? Mit welchen Methoden soll das Okzitanische wiederbelebt werden, und welches Ziel wird dabei verfolgt - das der Gleichstellung oder gar der Überlagerung des Französischen? Wie ist die okzitanische Bewegung aus der Sicht der Engagierten zu beurteilen? Und warum hat sich der erhoffte Erfolg nicht eingestellt? Treten hier etwa durch die französische Sprachpolitik historisch produzierte Störungen im Sprachbewußtsein in Erscheinung, die sich in Divergenzen von vertretenen Haltungen und erfolgten Handlungen zeigen? Oder sind vielmehr die Überzeugungen der einzelnen Engagierten nur schwer miteinander zu vereinbaren, so daß die Bewegung an ihrer inneren Struktur scheitert?

Diese und viele weitere Fragen werden in der vorliegenden empirischen Arbeit durch die Auswertung von Tiefeninterviews beantwortet, die mit Repräsentanten der okzitanischen Bewegung durchgeführt wurden.


ISBN 3-922031-62-5, 471 S., kt., € 35,00 (1988)


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