Klaus Döring, Bernhard Herzhoff, Georg Wöhrle (Hsg.):
AKAN - Antike Naturwissenschaft und ihre Rezeption
Da die Forschung zur antiken Naturwissenschaft und ihrer Rezeption Gegenstand ganz unterschiedlicher Fachrichtungen ist (Klassische Philologie, Orientalistik, Wissenschaftsgeschichte und Geschichte der Naturwissenschaften, Philosophie, naturwissenschaftliche Einzeldisziplinen), findet sie vielfach in der Vereinzelung statt. Aus diesem Grunde wurde 1988 in Bamberg der Arbeitskreis Antike Naturwissenschaft und ihre Rezeption (AKAN) mit dem Ziel gegründet, alljährlich ein Symposium zu veranstalten, bei dem Interessenten aus dem In- und Ausland die Möglichkeit geboten wird, ihre Forschungsergebnisse in sachkundigem Kreis vorzutragen und zu diskutieren. Im Jahr 1994 verlegte der Arbeitskreis seinen Sitz nach Trier.
Das Erste Symposium fand 1989 statt. Im Jahr darauf wurde beschlossen, die bei den Symposien gehaltenen Referate unter dem Titel Antike Naturwissenschaft und ihre Rezeption in Form einer Reihe zu veröffentlichen. Die Referate der Jahre 1990-1994 erschienen in den Bänden I bis IV bei Collibri in Bamberg. Ab Band V erscheint die Reihe, in die künftig auch Monographien zu Themen der antiken Naturwissenschaft und ihrer Rezeption aufgenommen werden sollen, im Wissenschaftlichen Verlag Trier.
Jahresbände:
Einleitung und Kommentar
Maria Liatsi
Inhalt:
A.
Einleitung
I.
Die Stellung von De generatione animalium, Buch V im Rahmen der
Aristotelischen
Biologie
1. Das Verhältnis von GA V zu GA
I-IV: Anknüpfungen und Unterschiede
2. Die
Verknüpfung von GA V mit den Parva Naturalia,
insbesondere mit De sensu, und mit De anima
3. Das Verhältnis von GA V zu Mete.
IV
4. Das Verhältnis von GA V zu PA
II-IV
5. Das Verhältnis von GA V zu PA
I
6. Zusammenfassung
II.
Das Philosophische Instrumentarium in GA V
1. GA V und die Aristotelische
Ursachenlehre
2. Telos
in der Natur
3. Eidos -Logos tes Ousias: Die
Formursache und die Definition des Lebewesens
3.1 Eidos (Form) und sein
Zusammengehen mit dem Telos
3.2 Wesensdefinition und ihr
Verhältnis zur Funktion bzw. zum Telos
4. Die Erklärung "aus
Notwendigkeit" in bezug auf die παθήματα
4.1
Notwendigkeit in der Natur
4.2 Notwendigkeit in der
aristotelischen Zoologie
4.3 Das Nebeneinanderstehen von
Formursache und 'schlechthinniger'
(absoluter) Notwendigkeit
5. Pathos/Pathema: 'Aktivität' und
'Passivität' als die beiden Aspekte des Begriffs.
Die Rolle der Materie
5.1 Pathos in der
Naturwissenschaft
5.2 Pathos in De
generatione animalium, Buch V
6. "Akzidens" (συμβεβηκός):
6.1
Die Arten des συμβεβηκός
a) καθ'
αύτό
b) bloßes συμβεβηκός
6.2 Die individuell variablen παθήματα
als bloße συμβεβηκότα?
7. Kata symbebekos ex anankes:
Die sogenannte "Akzidentielle Notwendigkeit"
und ihre Stufen
Exkurs: Vererbungslehre
Das Verhältnis der individuellen Formcharakteristika (GA IV 3) zu den
individuellen
παθήματα
von GA V
B. Kommentar
ISBN 3-88476-428-4, 236 S., kt., € 25,00 (2001)
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AKAN - Einzelschriften - Band
2 Studien zum griechischen NaturbegriffTeil I:
Philosophische Grundlegung: Der Naturbegriff und die "Natur"
Gottfried Heinemann
Inhalt:
Kapitel 1: Die
philosophische Erörterung von Begriffen
1.1
Begriffe als "Orientierungsmittel" (Schnädelbach)
1.2
Die "Natur" als Orientierungsinstanz
1.3
Orientierung ohne Orientierungsinstanz (Ros)
Kapitel 2:
Zum Naturbegriff
2.1
Stehen Wörter für etwas?
2.2
Der Naturbegriff als Konzept höherer Stufe
2.3
"Naturbegriffe", "Naturbilder" und
"Naturvorstellungen"
2.4
Naturdinge und Artefakte: Notizen zu Gloy
2.4.1
"Materielle" und "formale" Natur: Gloy vs. Kant
2.4.2
"Natürliche" und "künstliche" Gegenstände
2.4.3 Was heißt
es, "von sich aus" zu entstehen?
Kapitel 3:
Naturbegriffe als Ausdruck von Selbstverständnissen: Notizen zu Schäfer
3.1
Externe und interne Grundlagen der Naturwissenschaft
3.2
Die Invarianz der "Natur"
3.3
Die Unhintergehbarkeit menschlichen Selbstverständnisses
Kapitel 4:
Zum Begriff des Selbstverständnisses
4.1
Transzendentales und geschichtliches Selbstverstädnis
4.2
Existentielles Selbstverständnis (Bultmann)
4.3
Propositionales Selbstverständnis (Tugendhat)
4.3.1
Bekundungen und Behauptungen
4.3.2
"Seinsverständnis" (Heidegger)
4.3.3
"Verstehen" und "Können" (Tugenhat / Heidegger)
4.3.4
Praktische Überlegungen
4.3.5
Grundsätzliche praktische Überlegungen und Selbstverständnisse:
Der Naturbegriff und die Sache der Philosophie
Kapitel 5:
Technisches Wissen
5.1
Prudentielle Affekte, Routinen und Bindungen
5.2
Artifizielle Umwelten (Anmerkungen zu Hume)
5.3
Professionelle Selbstverständnisse
5.3.1
"Natur" und Methode
5.3.2
Naturgesetze
5.3.3
Artspezifische "Naturen"
Kapitel 6:
Praktische Vernunft
6.1
"Natur" als Maßstab für Richtig und Falsch
6.2
Modelle vernünftigen Handelns
6.3
Eine Weichenstellung: Kann man einsehen, "inwiefern Gerechtes ... auch
gut ist" (Platon, Resp. 506A)?
6.4
Zur Fragestellung grundsätzlicher praktischer Überlegungen
6.4.1 Die
Perspektive des Erziehers
6.4.2 Die
Perspektive des Arztes
6.4.3 Die
Perspektive des Biologen
6.4.4
"Natur" als "ethisches Ideal"
Kapitel 7:
"Glück" und Moral
7.1
Evaluative "Kompetenz" und "Besonnenheit" (Platon)
7.2
Evaluative Affekte: Freude und Leid (Demokrit)
7.3
Wechselseitige Rücksichtnahme
7.4
Moralische Affekte: Empörung und Scham
7.5
Kants "höchstes Gut"
Kapitel 8:
"Glück" und "Tugend"
8.1
Äquivokationen von "gut" (Platon / Aristoteles)
8.2
"Glück" und "Freude" (Platon / Aristoteles)
8.3
Mein Leben als Ganzes (Solon / Heidegger)
Kapitel 9:
"Glück" und "Natur"
9.1
Finale Regresse (Platon / Aristoteles)
9.2
Unvereinbare Ziele
9.3
Essentielle Eigenschaften
9.4
Das "menschengemäße Gute" und die "Natur" (Aristoteles)
Kapitel 10: Die
"Natur" und das "Gute"
10.1
Unbezügliche Wertungen
10.2
Die "Natur" als "Muster": Notizen zu Platon
10.3
Die Ordnung der Welt insgesamt
10.3.1 Praktischer und
weltanschaulicher Anthropozentrismus
10.3.2 Weltanschaulicher
Anthropozentrismus und Teleologie der Natur:
Notizen zu Aristoteles
10.3.3 Der göttliche
Weltplan
Kapitel 11: Naturdinge
und Artefakte bei Aristoteles
11.1
Die "Natur" von Naturdingen: Met. r4,
Phys. B1
11.2
Das "Material" von Naturdingen I: Met. r4,
1014b26-35
11.3
Das "Material" von Naturdingen II: Phys. A7, 190b1-17
11.3.1 Prädikatives und
schlichtes Werden
11.3.2 Die Analyse des
schlichten Werdens (190b1-17): Interpretationsprobleme
11.3.4
Quasi-Gegenstände in Handlungssituationen: Der Rekurs auf technisches Wissen
11.3.5 Bedingungen der
Möglichkeit sinnvoller Rede (Irwin)
11.3.6 Résumé:
Bedingungen der Möglichkeit technischen Wissens
ISBN 3-88476-442-X, 350 S., kt., € 30,50 (2001)
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AKAN -
Einzelschriften - Band 3 Die Cephalopoden des Aristoteles im Lichte der modernen BiologieLaila N. Scharfenberg
Die Autorin Laila N. Scharfenberg verbindet die literarische Textanalyse im historischen Kontext und im Zusammenhang des Wissens der Antike mit dem Blick auf Aristoteles' Angaben und Methoden bei der Beschreibung der Cephalopoden. Sowohl aus der Sicht der Philologin als auch aus der der Biologin werden die Texte einerseits als Zeugnisse des langwierigen Prozesses betrachtet, der in der Antike beginnt und in dessen Verlauf sich die differenzierten naturwissenschaftlichen Fragestellungen aus einer Gesamtwissenschaft heraussondern, andererseits hinsichtlich ihrer Wirkungsgeschichte verfolgt: Denn hier zeigen sich die Leistungen des antiken Naturwissenschaftlers, und es wird deutlich, daß die moderne Biologie nicht ohne die von Aristoteles geschaffenen Voraussetzungen denkbar ist, und daß sie in vielfältiger Weise mit ihm verbunden ist - trotz alles Trennenden.
ISBN 3-88476-466-7, 231 S., 26 Abb., kt., € 25,00 (2001)
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AKAN -
Einzelschriften - Band 4 Proportion bei PlatonMonika Berger
Platons Interesse an mathematischen Problemen ist allgemein bekannt. Es hat bereits die Aufmerksamkeit antiker Interpreten auf sich gezogen und ist noch in der modernen Sekundärliteratur Gegenstand vielfältiger Untersuchungen. Ziel dieser Arbeit ist nicht eine allgemeine Untersuchung zum Thema "Platon und Mathematik". Die Arbeit beschränkt sich vielmehr auf einen mathematischen Teilaspekt, die Proportionenlehre, und untersucht, wie Platon sie als mathematische Struktur beschreibt und zur Darstellung eigener philosophischer Gedanken verwendet.
ISBN 3-88476-633-3, 254 S., kt., € 25,50 (2003)
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Pekka Leiß
Die aristotelische Lehre von der Zeit, die in Physik IV.10-14 und VI.1-3 expliziert wird, ist der erste Versuch, das Phänomen Zeit ausführlich und systematisch zu untersuchen. Bis ins 20. Jahrhundert bildet diese Abhandlung für Philosophen und Naturwissenschaftler die Grundlage für ihr Bemühen, einen Zeitbegriff zu bestimmen. Da sie mit Aristoteles fälschlicherweise voraussetzen, daß es sich bei der Zeit um etwas Einheitliches handelt, an dem es allenfalls verschiedene Aspekte zu beachten gilt, stehen sie ratlos vor den zahlreichen bislang ungelösten Schwierigkeiten und Aporien, die an verschiedenen Stellen der Zeitabhandlung des Aristoteles zu finden sind. So gelangt Aristoteles beispielsweise zu dem Fehlschluß, daß die Zeit nicht existiere, weil ihre Teile Vergangenheit und Zukunft nicht mehr bzw. noch nicht existierten und die Gegenwart, die das Daseinsmonopol für sich beanspruche, ein quantitätsloser Augenblick sei. Daher ist es das Hauptanliegen dieser Arbeit, die Genese und Struktur dieser klassisch gewordenen Aporien, die zumeist den ontologischen Status der Zeit betreffen, darzustellen und sie anschließend aufzulösen. Dafür wird im ersten Teil der Arbeit in Anlehnung an Untersuchungen von J. Mc Taggart und M. Heidegger der in zwei nicht auseinander ableitbare zeitliche Strukturen differenzierte Zeitbegriff entwickelt, der im zweiten Teil auf die Analyse der Zeit aus dem Corpus Aristotelicum angewendet wird. So wird schließlich deutlich, wie die Aporien aus dem Vermischen zweier kategorial verschiedener zeitlicher Strukturen im Zeitbegriff des Aristoteles resultieren.
ISBN 3-88476-680-5, 200 S., kt., € 19,50 (2004)
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Gotthard Strohmaier
Inhaltsverzeichnis
Kopfzerbrechen orientalischer Übersetzer
Arabische Astronomie
Al-Biruni. ein Gelehrter, den das Abendland übersah
Ein Muslim im Kirchenfenster
Alhazen - Physik am Rande des Irrsinns
Die Entwicklung der mittelalterlichen Wissenschaft im Islam
Griechische Philosophen bei den arabischen Autoren des Mittelalters
Platon in der arabischen Tradition
Die Macht der "Alten" in der arabischen Medizin
Avicenne et le phénomène des écrits pseuépigraphiques
Blut und Blutbewegung im arabischen Galenismus
The Uses of Galen in Arabic Literature
Galen als Hippokrateskommentator. Der griechische und der arabische Befund
Maimonides als Galenleser
Medieval Science in Islam and in Europe: Interrelations of Two Social Phenomena
ISBN 978-3-88476-938-6, 210 S., kt., € 20,50 (2007)
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Liba Taub, Aude Doody (Eds.)
Contents
Aude Doody and Liba
Taub
Introduction
Harry M. Hine
Subjectivity and Objectivity in Latin Scientific and Technical Literature
Alice König
From Architect to Imperator: Vitruvius and his Addressee in the De
Architectura
Vivian Nutton
Galen's Authorical Voice: a Preliminary Enquiry
Todd Curtis
Didactic and Rhetorical Strategies in Galen's De pulsibus ad tirones
Laurence M. V. Totelin
Galnes's Use of Multiple Manuscript Copies in his Pharmacological
Treatises
Aude Doody
Authority and Authorship in the Medicina Plinii
David Leith
Question-Types in Medical Catechism on Papyrus
Liba Taub
Explaining a Volcana Naturally: Aetna and the Choice of Poetry
ISBN 978-3-86821-181-8, 176 S., kt., € 19,50 (2009)
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