Kronshage, Eike; Sandten, Cecile; Thielmann, Winfried (Hg.)

Palimpsestraum Stadt

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Als Raum erscheint die Stadt immer schon geschichtet. Die sich überlagernden Schichten sind als Palimpsest lesbar – sowohl im tatsächlichen Stadtraum, als auch in dessen ästhetischen Repräsentationen. Wo Schichtung als zentrales Merkmal von Stadtraum verstanden wird, entsteht ein Blick auf dessen Flexibilität und Wandel: Die Schichten werden freigelegt, die Überschreibungen und Verschiebungen werden lesbar und die Interpretation des Stadttextes gewinnt an Komplexität. Fragen nach Machtdiskursen, die Überschreibungsprozesse beeinflussen, lassen sich vor diesem Hintergrund neu stellen und beantworten, wodurch das Palimpsest des Stadtraums kritisches Potential gewinnt und seine Anschlussfähigkeit an unterschiedliche Untersuchungen beweist.

Der vorliegende Band spürt diesem Phänomen, dem Palimpsestraum Stadt, in 13 deutsch- und englischsprachigen Beiträgen nach, die sich historisch von der mittelalterlichen Stadt, über die Entwicklung der Metropole seit der Aufklärung bis zum heutigen Stadtraum erstrecken. Dem Thema vielfältiger Schichtungen entsprechend, stammen die Beiträge aus unterschiedlichen Fachdisziplinen: Der Mediävistik, der (antiken) Rhetorik, der Geschichtsforschung, den Literaturwissenschaften, der Kunstgeschichte, der Filmwissenschaft, der Linguistik, den Kulturwissenschaften sowie der Stadtplanung. Ziel des Bandes ist es, einen kritischen Stadt(raum)begriff vorzustellen, der dazu beiträgt, Aufmerksamkeit auf Schichtungsphänomene im Kontext komplexer Räume, Begegnungen, Konflikte, unsichtbarer Machtausübung und Übersetzungsvorgänge, zu lenken.



Eike Kronshage ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Anglistische Literaturwissenschaft am Institut für Anglistik/Amerikanistik der Technischen Universität Chemnitz. Seine Forschung befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Drama der Frühen Neuzeit und dem viktorianischen Roman.

Cecile Sandten ist Professorin für Anglistische Literaturwissenschaft am Institut für Anglistik/Amerikanistik der Technischen Universität Chemnitz. Sie hat Forschungsschwerpunkte in Shakespeare und die Frühe Neuzeit, Indian English Literature und in Postkolonialen Theorien und Literaturen. In ihrem derzeitigen Forschungsprojekt beschäftigt sie sich mit Metropolen im postkolonialen Raum.

Winfried Thielmann ist Professor für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache am Institut für Germanistik und Kommunikation der Technischen Universität Chemnitz. Seine Forschungsschwerpunkte sind Linguistik des Deutschen, Sprachdidaktik DaF/DaZ, Wissenschaftssprache (auch komparativ Deutsch /Englisch), Interkulturelle Kommunikation und linguistisch basierte Wissenschaftstheorie.


ISBN 978-3-86821-631-8, 242 S., 35 Abb., kt., € 30,00 (2015)

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