Stoop, David; Bartosch, Roman (Hg.):

(Un)Politischer Metal?


Musikalische Artikulationen des Politischen zwischen Ideologie und Utopie




Heavy Metal erfreut sich seit Jahren anhaltender Beliebtheit und nimmt einen festen Platz in der populären Musikkultur ein. Angesichts dieser Bedeutung ist Metal auch zu einem relevanten Verhandlungsfeld kultureller und politischer Deutungen geworden und es ist an der Zeit, unterschiedliche politische Artikulationen im Metal in den Blick zu nehmen. Aufbauend auf einem weit gefassten Begriff von Politik widmet sich dieser Band der Frage nach der politischen Dimension des Heavy Metal. Neben kritischen Betrachtungen politischer Ideologien im Metal werden auch emanzipatorische Entwürfe und ästhetische Ausdrucksformen gewürdigt.

Die Beiträgerinnen und Beiträger nehmen in ihren Untersuchungen sowohl verschiedene Spielarten des Metal als auch einzelne Bands in den Fokus und stellen ihre Analysen in den Kontext spezifischer historischer und kultureller Besonderheiten. Während so die zahlreichen Unterschiede zwischen den untersuchten Bands, Alben und Stilen durch einen bewusst offenen theoretischen Zugang gewürdigt werden, eint alle Beiträge ihr Fokus auf die Bedeutung von Performanz und Performativität als Dimension musikalischer Artikulation, ohne die die Frage nach der Politik des Metal nicht beantwortet werden kann.

David Christopher Stoop ist Jugendbildungsreferent der DGB Jugend und setzt sich in seiner wissenschaftlichen Arbeit u.a. mit Rassismus und Nationalismus in den Medien und der extremen Rechten auseinander.

Roman Bartosch ist Literaturwissenschaftler an der Universität zu Köln und beschäftigt sich in seiner Forschung u.a. mit Fragen literarischer Wertung und der Kanonisierung von (populärer) Literatur.

Inhaltsverzeichnis (PDF)


ISBN 978-3-86821-614-1, 172 S., kt., € 24,50 (2015)

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