Dreyer, Michael; Enders, Matthias; Hebenstreit, Jörg; Lang, Markus; Kremp, Werner (Hg.)

Always on the Defensive?

Progressive Bewegung und Progressive Politik in den USA in der Ära Obama


Im Januar 2009 versprach der Amtsantritt von Präsident Obama einen neuen Aufbruch progressiver Politik. Nach acht Jahren Bush erwarteten Amerika und weite Teile der Welt Impulse in allen wesentlichen Politikbereichen. Zwei Jahre vor Ende seiner zweiten Amtszeit bleibt festzuhalten, dass viele Erwartungen nicht erfüllt wurden. Mit dem "Tea Party Movement" hat sich eine neue, potente konservativ-populistische Bewegung formiert, auf die der demokratische Präsident und seine Mitstreiter im Parlament kaum adäquate Antwort gefunden haben. Das Werben für progressive Politikentwürfe im Wahlkampf scheint leichter als deren Umsetzung in die politische Praxis. Es ist für den Präsidenten offensichtlich schwer, belastbare Mehrheiten für progressive Politikkonzepte zu organisieren. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, in der “Progressive Era” gelang dies noch scheinbar mühelos. Amerika (und beide großen Parteien) waren beseelt vom progressiven Geist, wodurch es gelang, weitreichende politische Reformen umzusetzen. Warum ist das heute nicht mehr möglich? Diese Beobachtungen sind Grund genug, sich systematisch und grundsätzlicher mit der progressiven Bewegung und progressiver Politik in den USA sowohl in historischer als auch gegenwartsbezogener Perspektive auseinanderzusetzen. Der vorliegende Band spricht daher viele Aspekte der progressiven Bewegung und progressiver Politik an: Welche philosophischen und theoretischen Grundlagen besitzt der „Progressivism“, wie hat er sich im Laufe der letzten 100 Jahre verändert und welche Relevanz besitzt er heute? Wie hat er das politische, gesellschaftliche und institutionelle Gefüge der Vereinigten Staaten beeinflusst und hat er eine Zukunft?


ISBN 978-3-86821-585-4, 240 S., kt., € 27,50 (2015)


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