Hans-Edwin Friedrich; Hans J. Wulff (Hg.)

Scriptura cinematographica
Texttheorie der Schrift in audiovisuellen Medien



Die Bewohner aller modernen Kulturnationen lesen und schreiben. Sie besitzen Bücher, machen Notizen, setzen Briefe auf. Sie beschriften Kartons, lesen Gebrauchsanweisungen, orientieren sich in der Stadt an den Signets der Läden, an Plakaten und Aushängen. Ihre Welt ist eine schriftdurchsetzte Welt. Auch wenn der Film ein primär visuelles, ja photographisches Medium ist, kann er der Präsenz der Schriften nicht entgehen, ja, er bildet sie nicht nur ab – weil sie in der Realität der Handelnden sowieso vorhanden sind –, sondern er arbeitet aktiv mit ihnen. In Titel und Abspann wird jeder Film nominiert, die ihn gemacht haben und oftmals gar nicht im Bild auftauchen treten zum Text und seiner fiktionalen Welt dazu. Untertitel ermöglichen dem Zuschauer den Eintritt in Gespräche, deren Sprache er nicht versteht. Und manchmal wird die Erzählung selbst schriftlich vorangetrieben, präzisiert und kommentiert. Es gibt sogar den Schriftfilm, in dem das Geschriebene selbst zum Faszinosum und zum dominanten oder gar alleinigen Mittel des Ausdrucks wird. Scriptura Cinematographica erschließt den Reichtum der Schriften im Film, in allen seinen Facetten und Spielarten, und zeigt, dass die synthetische Kunst des Films nicht nur Bild und Ton, sondern auch die Welt der Schriften umfasst.


ISBN 978-3-86821-437-6, kt., 280 S., € 32,50 (2013)

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