Norbert Greiner; Felix Sprang (Hg.)

Lesarten des Terrorismus


„9/11“ ist im zurückliegenden Jahrzehnt zur weltpolitischen Signatur geworden. Sie steht für fundamentalistisch motivierte Terroranschläge, tatsächliche oder vermeintliche Bedrohungen, traumatische Reaktionen und unversöhnliche religiöse, ideologische und kulturelle Positionen. Dieser Sammelband spürt dem Motiv des Terro­rismus in der britischen und nordamerikanischen Literatur und Kultur seit der frühen Neuzeit nach und stellt die Reaktionen in der Literatur und visuellen Kunst – aber auch in den modernen Kunst- und Spielformen des Films, Fernsehens und Internets – in einen größeren literarischen und kulturgeschichtlichen Zusammenhang. Somit skizziert der Band auch 400 Jahre Literatur- und Kulturgeschichte. Einige Leitfragen verbinden alle Beiträge trotz der jeweils unterschiedlichen Per­spektive: Welche Funktion erfüllt das Motiv des Terrorismus in Literatur, Kunst und neuen Medien? Wie lässt sich Terrorismus sprachlich und visuell fassen, und worin unterscheiden sich gegebenenfalls journalistische Berichterstattun­gen, offizielle Verlautbarungen und symbolische Repräsentationen? Welche Möglichkeiten bieten Literatur und Kunst, die unterschiedlichen Per­spektiven auf den Terrorismus, also die der Täter, der Opfer und der Zeitzeugen, zu vermitteln?


ISBN 978-3-86821-319-5, 246 S., kt., € 25,00 (2011)


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